Verein - Info & Chronik

CHRONIK

Unser Skiclub Marktoberdorf e.V. ging aus einer Anregung des Alpenvereins zur Gründung einer Skiabteilung hervor. Diesem Antrag wird 1922 stattgegeben und die Skiabteilung des Deutsch-Österreichischen Alpenvereins, Ortsgruppe Markt Oberdorf, zum Skiclub Kaufbeuren gehörig, wird gegründet. Ohne Satzung oder besonderer Verwaltungsbestimmungen wird Heini Knoll, der damalige Vorstand des Alpenvereins, gleichzeitig erster Vorsitzender der Skiabteilung.

Die erste Tour unternahm die Skiabteilung auf den geliebten schwäbischen Rigi, den Auerberg. Durch die Bemühungen von Heini Knoll konnte der damalige Besitzer des Gasthauses auf dem Auerberg zur Überlassung seines Pfründehäuschens als Skihütte gewonnen werden. Gründerjahre waren die Jahre 1922,1923 und 1924. Als Gründungsjahr wird das Jahr 1923 bei der Generalversammlung 1924 festgesetzt. Im Winter 1923/24 wird auch die Trennung vom Alpenverein Kaufbeuren beschlossen und der neue Club heißt von nun an „Skiabteilung des AÖAV, Ortgruppe Marktoberdorf“. Zum Vorsitzenden wird Anton Schilling gewählt und folgendes wird beschlossen: eine Sprungschanze soll errichtet werden, ein Skikurs soll abgehalten werden und die Hüttenordnung für die Skihütte wird aufgestellt. Das Vereinslokal ist ab sofort das „Alpine Eck“, der Weizenbräu.

Ab jetzt ging es richtig los. Am 23.10.1924 wird eine Jugendabteilung gegründet, die auch heute noch einen großen Schwerpunkt im Verein bildet. Ein Winterprogramm wird aufgestellt und als Termin für den wöchentlichen Clubabend wird der Donnerstag festgelegt.

1933 wird auf betreiben des Vorsitzenden Wendelin Guggemos ein Grundstück von der Familie Schmölz am Auerberg unterhalb der „Buffer Nandl“ erworben, um dort die vereinseigene Hütte bauen zu können. Bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 27.04.1933 wird im neuen Vereinslokal Hotel Sepp die Eintragung des Vereins ins Vereinsregister als Skiclub Markt Oberdorf und der Bau der Skihütte am heutigen Platz beschlossen. Vorangetrieben wird der Bau besonders durch den Hüttenwart Wendelin Guggemos und den Vorsitzenden Hans Stadler. Die Skihütte am Auerberg entwickelte sich zu einem beliebten Ausflugsziel.

Nach dem 2. Weltkrieg wird der Skiclub Markt Oberdorf als Unterabteilung des TSV wieder belebt und schon 1947 wird er wieder als selbstständiger Skiclub Markt Oberdorf e.V. lizenziert. Den Vorsitz übernimmt in dieser Zeit Georg Rößle.

In den 50ger Jahren werden im Skiclub Kinderskikurse, praktische Lehrgänge, Tourenführungen und der Aufbau eines eigenen Lehrwesen durchgeführt. Während den 60ger und 70ger Jahren steigt die Mitgliederzahl ständig an. Neben den Leistungsgruppen Alpin und Nordisch und auch Skisprung, gibt es ein ganzjähriges Hallentraining für Breitensportler, ein Tourenprogramm nach Leistungsgruppen und ein großes geselliges Programm auf der Skihütte, bei Mehrtagesfahrten und auch in der Oberdorfer Fasenacht. Auf die Aus- und Weiterbildung von Jungend- und Übungsleiter wird sehr großen Wert gelegt. Es gibt ein Winter- und ein Sommerprogramm mit vielen Aktivitäten für die Mitglieder. Das Wahrzeichen des Skiclub Marktoberdorf ist der von Edi Martin geschaffene Schneehase, der bei Vereinsmeisterschaften als Anstecker oder für die Clubmeister als Holzschnitzfigur überreicht wird.

Der spätere Ehrenvorsitzende Franz Schubert führte den Skiclubs als 1. Vorsitzender von 1958 bis 1978. Die erfolgreiche Vereinsleitung wird von Georg Rudolph von 1978 bis 2008 fortgesetzt. Unter seiner Regie wird - unter vielem anderem - im Jahre 2002 die Skihütte am Auerberg angebaut und modernisiert. Seit 2008 wird der Verein von Eugen Kögel als 1. Vorsitzender geleitet.

Für besonderes Engagement im Skiclub Marktoberdorf wurden folgende Mitglieder zu Ehrenmitgliedern ernannt:

Ernst Höfler
Batzer Otto †
Forster Heini †
Hans Atterer †
Kögel Clemens †
Jaitner Elfriede †


(Als Grundlage für diese Chronik vom Skiclub Marktoberdorf diente das von Franz Schubert verfasste Buch „Die Spur“)

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